Freitag, 17. Mai 2013

Endspurt


Jetzt befinde ich mich in den letzten drei Monaten, also quasi auf der Zielgeraden. Wenn die so schnell vorbeigehen wie die ersten drei, bin ich ruckzuck wieder zuhause. Das ist ein ganz komisches Gefühl, so ständig das Ende vor Augen zu haben. Einerseits freue ich mich auf zuhause, weil dann gleich wieder etwas Neues anfängt mit Wohnungssuche und  Studium und so weiter. Und dann bekomme ich plötzlich wieder Panik, weil ich noch so viele Dinge nicht gemacht, gekocht oder probiert habe.

Die Zeit ist jetzt auch schon sehr vollgestopft. Letzten Donnerstag war ja Himmelfahrt mit Brückentag, war ich mit meinen Schwestern nach Kalimantan, wieder einmal zum Schnorcheln. Im Juni wollen wir mit der Familie zum Bromo (Vulkan in Ostjava). Das könnte ich theoretisch gleich mit einem Besuch bei den anderen Freiwilligen in Malang verbinden, die wollen wir im Juni nämlich auch noch besuchen. Alle Reisen müssen blöderweise vor Juli ein, weil im Juli der Fastenmonat Ramadhan anfängt. Das ist auch eine Zeit, auf die ich mich schon freue, das wird sicher eine sehr interessante Erfahrung. Ich hoffe nur, dass sich da meine Arbeitszeiten ändern, sonst bin ich nicht um sechs zum Fastenbrechen zu Hause. Idul Fitri erlebe ich hier ja leider nicht mehr mit, das ist am 8./9. August. Ich fliege ja schon am 25. Juli heim. Das ist schade, dann sehe ich Niki gar nicht mehr.

Jetzt habe ich schon wieder zu viel von Urlaub geredet. Man könnte meinen, ich sei ständig im Urlaub. Das stimmt so nicht ganz, bei der Arbeit gibt es nur nicht immer so viel zu erzählen.
Im IGTC herrscht jetzt auch gerade eine große Aufbruchsstimmung: Mitte Juli sind zwei Klassen fertig, Entrepreneur 2 und MMQ 23, quasi ‚meine’ beiden Klassen, die habe ich das ganze Jahr begleitet, MMQ 23 war lange Zeit meine einzige Englischklasse. ENT 3 haben schon ihr Final Project begonnen, jeder Schüler muss einem Trainer einen Blazer und einen Rock bzw. eine Hose und ein Jackett nähen. Als Stoffe sind traditionelle indonesische Stoffe vorgegeben, mein Blazer hat ein ziemlich extravagantes Violett. Jetzt haben wir ständig Fittings im Lehrerzimmer, dauernd wird irgendjemand vermessen oder muss etwas anprobieren.
MMQ 23 hingegen bereitet sich auf die Jobsuche/-vermittlung vor, die jetzt beginnt. Fleißig werden Lebensläufe geschrieben und Bewerbungsgespräche geübt. Ich weiß ja nicht, wie das alles abläuft, aber da wir ja 100% Erfolgsquote bei der Arbeitsplatzsuche haben, vermute ich, dass das Meiste über Beziehungen der Trainer zu ihren alten Arbeitgebern läuft. Auf jeden Fall sind alle sehr aufgeregt.
MMQ 25, PPD 5 und PMF 17 hingegen haben jetzt Halbzeit, nächste Woche ist Semestertest. Das wird wieder ein Spaß, ich mag Prüfer sein irgendwie (höhö, das klingt fies J ). Nein, wirklich, weil ich ja nur für die Benotung des Englischs zuständig bin, lerne ich in den Präsentationen inhaltlich ziemlich viel.
Meine sonstige Arbeit ist ziemlich alltäglich, ich bereite Stunden vor und halte Stunden und wenn ich nichts zu tun habe, finde ich auch eine Beschäftigung. Ich weiß nicht, ob ich es schon geschrieben habe, aber seit der zweiten Halbzeit habe ich auch endlich mehr Klassen, und ehrlich gesagt macht es mehr Spaß, MMQ 25 zu unterrichten als MMQ23. In einer Woche hatte ich mal einen Rekord von sechs Slots (90 min), Additionals nicht mitgerechnet. Das war fast schon stressig, zumal zwei Slots davon Motivationsvorträge über meine Fechtkarriere waren, einer davon auf Indonesisch. Jetzt ist es wieder weniger, weil MMQ 23 nicht so viel General English hat und weil jetzt immer auch eine der Praktikantinnen unterrichtet.
Das Unterrichten läuft ganz gut, ich hab fast schon Routine. Inzwischen macht meine Arbeit richtig Spaß. Manchmal denke ich, es wäre schon schön, Lehrer zu werden, aber mein ganzes Leben will ich das nicht machen und in Deutschland erst recht nicht.
Meine Tanzklasse ist auch fleißig, ich habe jetzt eine kleine, aber motivierte Gruppe von ca. 10 Leuten, die immer kommen und sogar fragen, wenn ich mal nicht da bin. Auch da bereiten wir uns auf die Graduation im Juli vor, auf Auftritte sind die ja ganz wild. Ich darf jetzt eine Choreographie zusammenstellen, das wird gar nicht so einfach. Vermutlich ein Zusammenschnitt aus Tango, Walzer, Rumba, Disco Fox und Cha-Cha-Cha. Jeweils die Grundschritte. Im Irish Dancing haben manche meiner Mädels sich zwar auch nicht ganz unbegabt gezeigt, aber das ist für einen Auftritt mitten im Ramadhan zu viel Gehüpfe.

Neulich war auch wieder Factory Visit, was mich wieder einmal in meiner Abneigung zum Klamottenkauf bestärkt hat. Die Arbeitsbedingungen sind hier zwar nicht so schlimm wie in Bangladesch beispielsweise, aber manche Dinge schockieren dann doch. Die Fabrik mit den leeren Erste-Hilfe-Kästen, die immer nur nachgefüllt werden, wenn der Kunde einen Besuch abstattet, die Wäscherei ohne Abwasseraufbereitung, deren Abwässer teils interessante Farben haben, die Arbeiter, welche die Jeans mit Farbe und Chemikalien besprühen und dabei nur einen Mundschutz aus Baumwolle tragen. Dieser Sprühprozess findet draußen an der frischen Luft statt, auch hier natürlich geht das Abwasser einfach ins Gras. Und weil das alles ja so ungesund ist, bekommen die Arbeiter zusätzlich zum Trinkwasserspender großzügigerweise auch noch Milch, weil Milch ja so gesund ist.

Insgesamt kann man sagen, dass ich mich jetzt sehr wohl fühle im IGTC und auch über kleine Unorganisiertheiten oder Planungsprobleme kann ich hinwegsehen. Es läuft nicht alles perfekt hier, aber ist es ein gutes Projekt. Wie Mr. Hans es neulich ausgedrückt hat: „Man muss hier einfach auf der Welle reiten und das Chaos ertragen.“

Donnerstag, 2. Mai 2013

Familienzusammenführung oder: Ich als Touristenführer


Lange herbeigesehnt und dann doch schnell vorbei: Gerade waren für drei Wochen meine Eltern zu Besuch bei mir in Indonesien.
Erstmal gingen der Ankunft viele Wochen der Planung voraus, mit unzähligen E-Mails über alles mögliche, von Zeitplanung über Kleidung und Gastgeschenke bis zum Verhalten am Flughafen in Jakarta (Arrival Card nicht vergessen, Taxifahrer ablehnen etc.). Auch in meiner Gastfamilie war die Aufregung groß. Was essen sie? (Alles, nur nicht zu scharf), Wo schlafen sie? (In Pipits Zimmer, Mamah sagt auf keinen Fall im Hotel, natürlich ist das keine zu große Belastung), Wie kommen sie nach Bogor? (Hafiz nimmt sich frei um sie abzuholen)
Ich persönlich hatte ein wenig Bedenken. Wie würde es werden, sich plötzlich nach sieben Monaten wiederzusehen? Würde ich Heimweh bekommen? Würde es komisch sein, plötzlich zwei Familien zu haben? Würden sich meine beiden Familien verstehen? Aber dann stellten sich alle diese Bedenken als völlig unbegründet heraus. Irgendwie war es ganz normal, dass meine Eltern plötzlich in Indonesien waren.
Die erste Woche wollten wir zusammen in Bogor verbringen, weil meine Gasteltern und Pipit leider erst später von ihrer Reise nach Mekka zurückkamen. Am Dienstag nach Ostern kamen die Beiden also nachmittags in Jakarta an. Für den Mittwoch hatten Meidy und ich uns freigenommen, es stand die Bogor-Tour auf dem Plan, mit der Einführung „Wie fahre ich Angkot bzw. Bus? Was ist ein Kaki Lima? Wo kaufe ich in Bogor billige Kleidung? Was tragen indonesische Hausfrauen? usw.“ und dem Vormittag im Botanischen Garten (so ziemlich die einzige Attraktion Bogors, aber dafür macht er schon was her).
Meidy, Mama und ich im botanischen Garten
Blutender Baum im botanischen Garten

Donnerstag und Freitag musste ich arbeiten, also haben die Eltern ihre Abenteuer ohne mich mit Meidy und Hafiz erlebt, u. a. die Wanderung zum Krater von Mount Salak im strömenden Regen (Wasser bis zur Hüfte) und der Besuch der großen Moschee in Jakarta. Und natürlich wollten sie auch meine Arbeitsstelle besuchen und mich beim Unterrichten sehen.


Patschnass am Krater des Salak
Ein seltener Anblick: kein Smog in Jakarta; Blick von Monas (Monumen Nasional)
Auf diese Trommel (in der großen Moschee in JKT) hat schon Angela Merkel geschlagen!
Am Sonntag kamen dann endlich Mamah, Bapak und Pipit nach Hause und es stellte sich heraus, dass alle Sorgen unbegründet waren. Irgendwie stimmte die Chemie und wir waren uns alle einig: Es fühlt sich an als kennen wir uns alle schon ewig.
Im sundanesischen Restaurant; von vorne links im Uhrzeigersinn: Bapak, Papa, Ka Hafiz, Mamah, Ka Meidy, ich, Ka Pipit, Mama, Ka Nuni, Yuli
Vater versucht sich am Gongschmieden
Die folgende Woche hatte ich frei, und bis Mittwoch waren wir mit der Familie unterwegs. Besucht haben wir u.a. noch einen botanischen Garten in den Puncak- Bergen (20°C, ich habe gefroren, Mama und Papa fanden es warm), eine Gongfabrik, einen Kratersee und Teeplantagen bei Bandung, und den Markt in Bogor, inklusive Kochkurs mit Mamah.
Gongfabrik

Kawah Putih, ein Kratersee bei Bandung, mit Nuni und Bapak

Teeplantagen bei Bandung

Markt mit Mamah
Danach sind wir zu dritt mit dem Zug nach Yogyakarta (Zentraljava) gefahren, um das Pflicht-Touristenprogramm abzuarbeiten: Die Tempel Borobudur und Prambanan, Wahrzeichen Indonesiens, und Batik-Shoppen in einer der Batik-Hauptstädte Indonesiens. Mir kam wieder die Aufgabe zu, mit den Straßenhändlern und Becak-Fahrern (Fahrradrikschas) zu verhandeln, was mir Riesenspaß gemacht hat. Wenn man sich mal ans Feilschen gewöhnt hat, macht das fast süchtig.
Handgemalte Batik
Becak
Borobudur
Prambanan

Gamelan-Orchester im Sultanspalast in Yogya

Wir drei im Sultanspalast

Nach den drei Tagen Yogya musste ich wieder zurück zur Arbeit, Mama und Papa sind nach Bali weitergeflogen. Indonesienurlaub ohne Bali geht dann doch nicht. Das letzte Wochenende haben sie dann nochmal bei uns in Bogor verbracht, bevor sie Sonntagnacht von Jakarta aus zurückgeflogen sind.

Natürlich haben wir in der Zeit auch sehr viel verschiedenes Essen ausprobiert, alle meine Lieblingsspeisen: Bubur Ayam (Reisporridge mit Huhn, für mich ohne), Soto Ayam (auch ohne Ayam), Rendang, Gorengan, Martabak, Tempe in allen Variationen, und natürlich alle Obstsorten. Ich verspreche, nochmal eine Fotostrecke über Essen zu machen. Wir haben beim Kaki Lima gegessen, in typisch Sundanesischen Restaurants und auf Strohmatten auf der Straße. Das war auch für mich neu: Weil Yogyakarta eine Studentenstadt ist, gibt es dort viel Nasi Kucing, „Katzenreis“. Das ist eine Reisportion mit einem winzigen Löffel voll Beilage, für umgerechnet 20 Cent, weil Studenten ja sparen müssen. Bules sieht man an solchen Plätzen keine, normale Touristen würden sich vermutlich nicht trauen, auf der Straße zu essen. Da verpassen sie ganz schön viel.
Nasi Kucing

Manchmal war es witzig mit der Verständigung. Weil Mamah ja kein Englisch kann, musste ich immer die Unterhaltungen zwischen Mama und Mamah übersetzen. Das konnte auch mal ziemlich lange dauern. Sonstige Unterhaltungen liefen in einem Gemisch aus Englisch, Deutsch und Indonesisch ab, sodass man nie ganz den Durchblick hatte, wer gerade dem Gespräch folgen konnte und wer nicht. Das führte besonders bei Planungen oft für Verwirrungen bei Mama und Papa, weil ich vergessen hatte, den aktuellen Stand zu übersetzen. Und dann kam natürlich Verwirrung bei den Namen auf: „Mama! Nein, ich meine die andere!“. Bei Papa und Bapak ging das ein bisschen besser.

Insgesamt waren meine Eltern der Meinung, es habe sich weniger wie eine Urlaubsreise angefühlt und mehr wie ein großes Familientreffen. Meiner indonesischen Familie und mir ging es da nicht anders. Irgendwie war es ganz normal, dass sie allen da waren. Und jetzt hoffen wir natürlich, dass das nächste Familientreffen in Deutschland stattfindet. Jetzt, wo meine deutschen Eltern mein indonesisches Leben kennen gelernt haben, müssen meine indonesischen Eltern auch mein deutsches Leben kennenlernen. Hoffentlich nicht erst, wenn ich heirate.
Mamah hatte ein bisschen Angst, dass ich zu traurig bin, wenn meine Eltern wieder abfahren und dass ich dann auch direkt nach Hause will. Aber ich glaube, die anderen waren teilweise trauriger als ich. Schließlich weiß ich, dass wir uns schon in drei Monaten wiedersehen werden. Ich genieße jetzt die letzten Monate noch hier mit meiner indonesischen Familie.

Mittwoch, 20. März 2013

Ketupat - Session

Ketupat ist gepresster Reis, der in geflochtenen Kokospalmenblättern gekocht wird. Das heißt, man kocht ihn so lange bis er Matsch ist und weil er sich in dem Gefäß nicht ausdehnen kann, wird er zusammengepresst. Das Ganze hat dann eine leicht gummiartige Konsistenz und wird zusammen mit Gemüse gegessen. 
Normalerweise kaufen wir Ketupat, weil das Flechten ein bisschen aufwändig ist. Aber letzten Sonntag wollten wir es doch mal lernen. Wenn man es mal raushat, ist es gar nicht mehr so schwer. 




Geschafft!
kleine Kunstwerke, schade, dass man sie zum Essen aufschneiden muss

Die fertigen Formen werden mit Reiskörnern gefüllt

Das Ergebnis: lecker!

Mittwoch, 13. März 2013

"Oh mein Gott die haben Gehwege!"


Und ich muss es nochmal sagen: Hach, wie die Zeit vergeht. Jetzt ist es auch schon wieder eine Woche her, dass ich aus Malaysia zurückgekommen bin. Und vor sechs Monaten und einer Woche hat mein Indonesien-Abenteuer angefangen.
Auf jeden Fall mussten wir nach 180 Tagen das Land verlassen und ein neues Visum beantragen. Also sind wir Bogor-Leute (Ruben, Laura, Tina, Britta und ich) zusammen mit Mathias aus Jakarta gemeinsam nach Kuala Lumpur geflogen. Dort trafen wir dann mit den Malang-Leuten zusammen, also Jenny, Leonie und Flo. Wir waren super untergebracht in einer gemütlichen und zentral gelegenen Jugendherberge, direkt in Chinatown. Mit dem Visum gab es überhaupt keine Probleme, am Montag die Dokumente abgeben und nochmal 40€ zahlen, am Dienstag die Pässe abholen. Dienstagnacht sind wir weiter nach Penang gefahren, um andere deutsche Freiwillige zu besuchen. Georgetown ist eine sehr schöne Stadt zum einfach nur herumlaufen. In Malaysia geht das nämlich, es ist unglaublich, wie enthusiastisch man allein durch das Vorhandensein von Dingen wie Gehwegen oder Mülleimern werden kann. In Georgetown haben wir sogar einen Fahrradweg entdeckt!

Meine Malaysia-Highlights:
-       Die Gehwege!!
-       Es ist sauberer
-       Es gibt weniger Stau, nur zu Stoßzeiten, wie in normalen Großstädten eben
-       Der Kulturmix, es gibt viele Chinesen und viele Inder, dadurch natürlich auch eine größere Religionsvielfalt, viele schöne Tempel und Moscheen (auch Kirchen, aber die sind weniger interessant)
-       Meterhohe Räucherstäbchen vor einem Tempel
-       Little India, besonders Klamotten, Schmuck und vor allem Essen. Ich habe mich fast die ganze Woche nur von Chapati ernährt.
-       Street Art in Georgetown

Malaysia-Nachteile:
-       Es ist teurer (1€ für die U-Bahn und 3€ für ein Essen, ja spinnen die denn?!)
-       Die Taxifahrer sind unfreundlich. Einer wollte partout sein Taxameter nicht einschalten, und als ich darauf bestanden habe, weil er das Dreifache des eigentlichen Preises verlangt hat, wurde er ausfällig und hat mich rausgeworfen.
-       Die Busfahrer auch. Siehe weiter unten.
-       Die Freiwilligen wohnen nicht in Gastfamilien, sondern entweder im Projekt oder in WGs. Den Meisten ist das ganz recht, aber ich bin im Nachhinein froh, dass ich nicht dahin gekommen bin. Ich wohne lieber in einer Gastfamilie, da kriegt man auch mehr mit.

Drachentanz in Chinatown

Gebäude in KL, vorne ist glaube ich das Ministerium für Kommunikation

Gegensätze in KL


Fachwerkhäuser? Juhu, ich bin zu Hause!

Street Art in Penang

Petronas Towers in KL

Ein Wald mitten in der Stadt!

Unser aller Lieblingsplatz



Meterhohe Räucherstäbchen








Hindutempel

Der Beweis!


Am Wochenende sind wir dann noch spontan nach Singapur gefahren, von Penang aus zehn Stunden über Nacht. Das wäre ja alles wunderbar gewesen und unser Reisebus war wirklich toll, hätten wir nicht an der Immigration etwas länger gebraucht. Als wir fertig waren, war unser Bus weg und wir durften morgens um sechs mit dem ÖPNV von der Grenze zu unserem Hostel fahren.
Singapur ist ein kleiner Schock, wenn man Jakarta gewöhnt ist. In der „Fine City“ ist es geschleckt sauber, aber es ist ja auch alles verboten, und überall hängen Überwachungskameras. Plötzlich sieht man überall Reichtum, und Menschen mit schockierend kurzer Kleidung. Länger als ein Wochenende kann man sich da nicht aufhalten, alles ist viel zu teuer. Aber es ist auf jeden Fall einen Besuch wert, allein die Skyline in der Marina Bay bei Nacht. Wir hatten auch das unglaubliche Glück, dass vor dieser wunderbaren Kulisse am Wochenende jeden Abend kostenlose Konzerte von lokalen Bands stattfinden, in unserem Fall Ska- und Reggaebands. Gute Musik in großartiger Atmosphäre.


Nur eine von vielen Kameras

Fahrräder mit Parkkralle?


Die Reise hat mir wirklich gut getan, es war gut, einfach mal rauszukommen und noch einmal Zeit mit den anderen Freiwilligen zu verbringen. Aber ich war auch froh, wieder heimzukommen nach Bogor.
Jetzt kann ich wieder mit frischer Energie in meine Arbeit starten, die zweite Halbzeit wird noch besser als die erste.